Erweiterte Äderchen
Teleangiektasien sind fein erweiterte, oberflächliche Blutgefäße, die vor allem im Gesicht, am Dekolleté oder an den Händen sichtbar werden. Begünstigt werden sie durch eine Bindegewebsschwäche, altersbedingte Veränderungen sowie Lebensstilfaktoren wie Sonne, Nikotin oder Alkohol. Zur Behandlung kommen moderne Lasertherapien mit langgepulstem Nd:YAG- oder Farbstofflaser zum Einsatz, bei denen der rote Blutfarbstoff der Blutplättchen gezielt erhitzt und die Rötung reduziert wird. Alternativ können größere Gefäße mittels Schaumsklerosierung verschlossen werden, sodass sie sich nach und nach zurückbilden.
Blutschwämme
Blutschwämme, auch Angiome oder Hämangiome genannt, sind harmlose, auffallend rote Hautveränderungen, die durch eine Erweiterung und Neubildung von Blutgefäßen entstehen und häufig im Bereich von Kopf und Hals auftreten. Wenn sie sich insbesondere bei Kindern in den ersten Lebensjahren nicht spontan zurückbilden, werden sie aufgrund ihrer deutlichen Abgrenzung von der umliegenden Haut als ästhetisch störend empfunden. Zur gezielten Behandlung stehen moderne Lasertherapien mit langgepulstem Farbstoff- oder Nd:YAG-Laser zur Verfügung; bei tiefer liegenden Gefäßveränderungen kann auch eine Kombination beider Verfahren sinnvoll sein. Im Gegensatz zu Blutschwämmen beruhen Lymphangiome nicht auf Blutgefäß-, sondern auf Fehlbildungen der Lymphgefäße.
Feuermale
Feuermale entstehen durch eine angeborene Fehlbildung oberflächlicher Blutgefäße und zeigen sich als klar begrenzte, rote Hautflecken unterschiedlicher Größe. Sie können am gesamten Körper auftreten, werden jedoch insbesondere im Gesicht als stark beeinträchtigend für das äußere Erscheinungsbild empfunden. Zur gezielten Behandlung hat sich der langgepulste Farbstofflaser bewährt, mit dem die betroffenen Gefäße schonend und präzise behandelt werden können.
Alters- und Sonnenflecken entwickeln sich meist im Laufe der Jahre durch UV-Strahlung und äußern sich als bräunliche, runde Hautveränderungen, vor allem im Gesicht, am Dekolleté oder an den Händen. Oberflächliche Pigmentflecken lassen sich durch kosmetische Verfahren wie Peelings oder Mikrodermabrasion aufhellen. Befinden sich die Pigmente in tieferen Hautschichten, bietet die Laserbehandlung mit dem Nd:YAG-Laser eine effektive und nachhaltige Möglichkeit zur gezielten Entfernung.
Rosazea
Rosazea, auch als „Couperose“ bekannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, von der in Deutschland rund zehn Millionen Menschen betroffen sind. Sie tritt meist ab dem mittleren Lebensalter auf und äußert sich durch anhaltende Rötungen, sichtbare erweiterte Äderchen sowie entzündliche Pusteln im Gesicht. Aufgrund ihres schubweisen Verlaufs kann sich das Hautbild zeitweise deutlich verschlechtern und für Betroffene sowohl körperlich als auch psychisch belastend sein.
Die Beschwerden können sich durch äußere Einflüsse wie intensive Sonneneinstrahlung, Hitze, Sport, Saunagänge sowie heiße oder scharfe Speisen verstärken. Viele Betroffene wissen nicht, dass es sich hierbei um eine behandelbare Hauterkrankung handelt. Auch wenn Rosazea nicht vollständig heilbar ist, lässt sich ihr Fortschreiten mit der richtigen Therapie deutlich verlangsamen und kaschieren.
Lasertherapie und IPL bei Rosazea:
Zur gezielten Behandlung der Rötungen und erweiterten Gefäße hat sich die Lasermedizin bewährt. Mit dem langgepulsten Farbstofflaser lassen sich oberflächliche Gefäßveränderungen effektiv reduzieren. Sind die Gefäße tiefer in der Haut gelegen, kann die Behandlung sinnvoll mit einem langgepulsten Nd:YAG-Laser kombiniert werden. Die Laserenergie wird vom roten Blutfarbstoff aufgenommen, wodurch sich die erweiterten Gefäße zurückbilden und die sichtbare Rötung abklingt. Alternativ oder ergänzend kann eine IPL-Photorejuvenation eingesetzt werden.
Ergänzende Therapie und individuelle Betreuung:
Da Rosazea eine chronische Erkrankung ist, sind regelmäßige Behandlungen nötig. In unserer Praxis haben wir ein spezielles Behandlungskonzept aus einer medizinkosmetischen und lasermedizinischen Behandlung entwickelt, um langfristige Erfolge zu erzielen. Ergänzend wird eine individuell abgestimmte Hautpflege für Sie zusammengestellt, die die Hautbarriere stärkt und Reizungen vermeidet.
Besenreiser
Besenreiser sind feine, netzartig verlaufende, bläulich bis violett schimmernde Erweiterungen oberflächlicher Venen an den Beinen. Sie treten häufig genetisch oder altersbedingt auf und betreffen vor allem Frauen. Medizinisch verursachen sie meist keine Beschwerden, werden jedoch als ästhetischer Makel empfunden. In einigen Fällen können sie auch ein frühes Anzeichen für eine Venenschwäche oder die Entwicklung von Krampfadern sein.
Ursachen von Besenreisern:
Die Entstehung von Besenreisern kann verschiedene Gründe haben. Neben einer genetischen Veranlagung spielen erhöhter Blutdruck, hormonelle Faktoren, ein schwaches Bindegewebe, sowie Lebensstilfaktoren wie Nikotin, Alkohol oder Übergewicht eine Rolle. Diese Einflüsse belasten die Gefäße dauerhaft und begünstigen deren Erweiterung.
Lasertherapie:
Besenreiser lassen sich in der Regel schnell und unkompliziert durch eine fachärztliche Untersuchung diagnostizieren. In unserer Praxis auf moderne, schonende Verfahren zur Gefäßbehandlung. Weniger stark ausgeprägte Besenreiser in kleinen bis mittelgroßen Venen können effektiv mit einem Laser behandelt werden. Das Laserlicht stoppt gezielt den Blutfluss in den betroffenen Gefäßen, die sich in den folgenden Wochen zu Bindegewebe umwandeln und dadurch an der Hautoberfläche nicht mehr sichtbar sind.
Schaumsklerosierung:
Eine weitere bewährte Methode ist die Schaumverödung (Schaumsklerosierung). Dabei wird ein spezieller Schaum in die betroffene Vene injiziert, der das Gefäß von innen verschließt. Auch hier wird der Bluttransport dauerhaft unterbunden, sodass sich die Vene zurückbildet. Welche Methode im Einzelfall am besten geeignet ist, hängt von Ausprägung, Größe und Lage der Besenreiser ab und wird individuell entschieden.
















