Ärztliche Untersuchung von Wange und Kieferlinie vor einer Gesichtsstraffung – Facelift-Beratung in der Praxisklinik am Germania Campus, Münster

Facelift

Facelift in Münster: MACS-Lift und SMAS-Straffung für Wange, Kieferlinie und Hals. Ambulanter Eingriff durch den Facharzt für Plastische Chirurgie. Ablauf und Kosten nach GOÄ.

Gesichtsstraffung in Münster – MACS-Lift, SMAS-Lift und die Grenzen nicht-operativer Verfahren

Was ein Facelift leistet – und was nicht

Die sichtbare Alterung im mittleren und unteren Gesichtsdrittel entsteht nicht in erster Linie dadurch, dass die Haut zu groß wird. Sie entsteht, weil das darunter liegende Bindegewebe an Halt verliert und Fettpolster nach unten und innen absinken. Die Wange flacht ab, entlang der Kieferlinie bildet sich ein Überhang, der Übergang zum Hals verliert seine Kontur.

Ein Facelift setzt deshalb nicht an der Haut an, sondern an der darunter liegenden Schicht aus Bindegewebe und flacher Muskulatur, dem SMAS. Diese Schicht wird gestrafft und nach oben verlagert; die Haut folgt anschließend spannungsfrei und wird nur um den entstehenden Überschuss gekürzt. Wird umgekehrt vorgegangen – also nur an der Haut gezogen –, entsteht der maskenhafte Zug, den die meisten Menschen im Kopf haben, wenn sie „Facelift" hören.

Was ein Facelift nicht leistet: Es verbessert nicht die Qualität der Haut. Feine Knitterfältchen, Pigmentflecken, Sonnenschäden und Poren bleiben davon unberührt und werden gegebenenfalls zusätzlich behandelt.

Die Verfahren im Einzelnen

MACS-Lift – die kurznarbige Straffung

Das MACS-Lift (Minimal Access Cranial Suspension) arbeitet über einen deutlich kürzeren Schnitt, der vor und um das Ohr verläuft und hinter dem Ohr endet oder ganz entfällt. Das SMAS wird mit schlingenförmigen Nähten senkrecht nach oben aufgehängt – also in der Richtung, in der das Gewebe abgesunken ist.

Geeignet ist das Verfahren bei beginnender bis mittelgradiger Erschlaffung von Wange und Kieferlinie, typischerweise zwischen Ende vierzig und Anfang sechzig. Vorteile sind die kürzere Narbe und die kürzere Erholungszeit. Grenze des Verfahrens ist ein ausgeprägt erschlaffter Hals – dort reicht der senkrechte Zug allein nicht aus.

SMAS-Lift – die klassische Gesichtsstraffung

Bei stärker ausgeprägtem Befund wird das SMAS über einen längeren Zugang breiter gelöst und in zwei Richtungen neu positioniert. Das erlaubt eine deutlichere Korrektur im Bereich von Kieferlinie und Hals. Die Narbe verläuft vor dem Ohr, um das Ohrläppchen herum und in den Haaransatz hinter dem Ohr.

Halsstraffung

Steht der Hals im Vordergrund – schlaffe Haut, sichtbare senkrechte Stränge des Platysmas, Fett unter dem Kinn –, wird die Halsstraffung ergänzt. Über einen kleinen Schnitt unter dem Kinn werden die Muskelränder in der Mittellinie vereinigt und überschüssiges Fett entfernt.

Welches Verfahren infrage kommt, ergibt die Untersuchung und nicht der Produktwunsch. Wir sagen Ihnen auch, wenn ein kleineres Verfahren ausreicht – oder wenn ein größeres nötig wäre, um das zu erreichen, was Sie sich vorstellen.

Wann eine Operation das richtige Mittel ist

Solange überwiegend die Hautqualität nachlässt und noch kein echter Gewebeüberschuss besteht, sind nicht-operative Verfahren sinnvoller: Ultherapy® mit fokussiertem Ultraschall, Radiofrequenz-Microneedling oder Biostimulation zum Kollagenaufbau. Auch ein gezielter Volumenaufbau mit Hyaluronsäure kann abgesunkene Regionen stützen.

Umgekehrt gilt: Wo das Gewebe deutlich abgesunken ist und Überschuss besteht, erreicht kein nicht-operatives Verfahren das Ergebnis einer Straffung. Wer Ihnen für diesen Befund ein „Facelift ohne OP" verspricht, verkauft Ihnen etwas anderes, als Sie erwarten. Wir sagen Ihnen im Beratungsgespräch offen, in welche der beiden Situationen Ihr Befund gehört.

Wie der Eingriff abläuft

Am Anfang steht ein Beratungstermin mit Untersuchung. Wir beurteilen Hautqualität, Gewebeverteilung, Kieferlinie, Hals und den Verlauf des Haaransatzes und besprechen, was sich erreichen lässt. Sie erhalten eine schriftliche Aufklärung und einen Kostenvoranschlag; zwischen Beratung und Eingriff liegt eine Bedenkzeit.

Die Operation dauert je nach Umfang etwa zwei bis vier Stunden. Wir operieren in unserem eigenen Operationssaal am Germania Campus, in der Regel in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf. Ein MACS-Lift ist ambulant durchführbar; bei größerem Umfang besprechen wir die Überwachung im Einzelfall.

Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Wundheilungsstörungen im Gesicht. Wir bitten Sie, einige Wochen vor und nach dem Eingriff darauf zu verzichten. Blutverdünnende Medikamente werden in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt vorher angepasst.

Ausfallzeit und Nachsorge

Die Fäden werden in mehreren Schritten nach etwa sieben bis vierzehn Tagen entfernt. Schwellungen und Blutergüsse sind in den ersten Tagen am deutlichsten. Gesellschaftsfähig sind die meisten nach etwa zwei bis drei Wochen, je nach Verfahren und Heilungsverlauf.

Für etwa vier bis sechs Wochen gilt: kein Sport, keine Sauna, kein Solarium, kein starkes Bücken, kein Zug auf die Narben. Die Narben brauchen über mehrere Monate konsequenten Lichtschutz. Ein Gefühl von Taubheit vor und hinter dem Ohr ist normal und bildet sich über Wochen bis Monate zurück.

Das endgültige Ergebnis zeigt sich nicht nach drei Wochen, sondern wenn die letzte Restschwellung verschwunden und das Gewebe eingeheilt ist. Das dauert mehrere Monate. Die Nachkontrollen gehören zum Eingriff und sind eingeplant.

Risiken und Grenzen

Die häufigste Komplikation ist eine Nachblutung mit Blutergussbildung, die in den ersten Stunden nach dem Eingriff auftreten kann und gegebenenfalls ausgeräumt werden muss. Weiter möglich sind Wundheilungsstörungen – besonders bei Raucherinnen und Rauchern –, Infektionen, auffällige oder verbreiterte Narben, eine Verschiebung des Haaransatzes, Veränderungen der Ohrläppchenform und Seitenunterschiede.

Gefühlsstörungen im Bereich von Wange, Ohr und Hals sind in den ersten Wochen die Regel. Eine Verletzung von Ästen des Gesichtsnervs mit vorübergehender Schwäche der mimischen Muskulatur ist selten, eine dauerhafte Schwäche sehr selten – sie gehört aber zu den Risiken, über die wir vor dem Eingriff im Einzelnen sprechen.

Ein Facelift hält den Alterungsprozess nicht an. Es verschiebt den Ausgangspunkt; das Gewebe altert danach weiter. Ein bestimmtes Ergebnis oder eine bestimmte Haltbarkeit können wir nicht zusichern.

Für wen es nicht infrage kommt

Zurückhaltend sind wir bei schlecht eingestelltem Bluthochdruck, bei Gerinnungsstörungen, bei fortgesetztem Nikotinkonsum und bei akuten Infektionen im Operationsgebiet. Wenn die Erwartung über das hinausgeht, was ein Facelift leisten kann, sagen wir das ebenfalls – und raten gegebenenfalls ab.

Was die Behandlung kostet

Wir sind eine Privatpraxis. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Höhe ergibt sich aus dem Verfahren, dem Umfang, dem Aufwand und dem Schwierigkeitsgrad – nicht aus einer Preisliste. Deshalb finden Sie hier keine Beträge. Nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag, in dem Operation, Betäubung, Material und Nachsorge aufgeschlüsselt sind.

Ästhetische Eingriffe sind in der Regel keine Leistung der Krankenversicherung.

Wer operiert

Die Eingriffe führt Dr. med. Dominik Schlarb durch, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Über neun Jahre lang leitete er den operativen Bereich der Hautklinik des Universitätsklinikums Münster, mit Schwerpunkt auf der Rekonstruktion im Gesicht. Einen Überblick über alle operativen Eingriffe finden Sie auf der Seite Plastische & Ästhetische Chirurgie.

Beratungstermin vereinbaren

Eine Gesichtsstraffung beginnt mit einem Gespräch und einer Untersuchung, nicht mit einem Termin im OP. Sie erreichen uns telefonisch unter 0251 917999-0 oder über Doctolib. Praxisklinik am Germania Campus, Grevener Straße 105, 48159 Münster.

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Ein Visitenkartenständer mit den Visitenkarten der Praxisklinik am Germania Campus | Dr. Rütter und Dr. Schlarb

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