Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns in der Sprechstunde häufig gestellt werden – zu Laserbehandlungen, ästhetischen Verfahren, Lidchirurgie, Haarausfall-Diagnostik und Abrechnung. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Allgemeines, Termine & Abrechnung
Brauche ich vor jeder Behandlung eine ärztliche Untersuchung?
Ja. Vor jeder Behandlung stehen eine ärztliche Untersuchung und ein ausführliches Beratungsgespräch – auch bei Verfahren, die oft als rein „kosmetisch“ wahrgenommen werden, etwa Laser, Microneedling oder HydraFacial.
Dabei werden Anamnese, Medikamente, Allergien, Vorbehandlungen und Hauttyp erfasst und der Befund ärztlich eingeordnet. Nicht jede Rötung ist eine Couperose, nicht jeder Pigmentfleck harmlos und nicht jede Schwellung unter dem Auge ein Tränensack. Erst aus dieser Einordnung ergibt sich, ob ein Verfahren überhaupt sinnvoll ist, welches passt und wann man besser abwartet oder ganz verzichtet.
Zur Aufklärung gehören Nutzen, Grenzen, Alternativen und mögliche Nebenwirkungen. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 630e BGB), wird dokumentiert und mit ausreichend Bedenkzeit vor der schriftlichen Einwilligung geführt.
Wer behandelt Privatversicherte und Selbstzahler in der Praxisklinik am Germania Campus?
Die Praxisklinik am Germania Campus in der Grevener Straße 105 in Münster ist eine Privatpraxis unter fachärztlicher Leitung von Dr. med. Dominik Schlarb, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie.
Behandelt werden Privatversicherte, Beihilfeberechtigte sowie Selbstzahlerinnen und Selbstzahler aus Münster und dem Münsterland. Das Spektrum umfasst Dermatologie, Ästhetische Medizin, Plastische Chirurgie, Lasermedizin, Medizinkosmetik und Diagnostik. Ein breiter Gerätepark unter einem Dach erlaubt es, das Verfahren nach dem Befund auszuwählen statt nach einem festen Schema.
Termine werden ausschließlich nach Vereinbarung vergeben, damit für Untersuchung und Aufklärung ausreichend Zeit bleibt.
Wie wird abgerechnet und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Höhe richtet sich nach dem individuellen Leistungsumfang – etwa Verfahren, behandelte Fläche, Anzahl der Sitzungen, Betäubung und Nachsorge – und nicht nach Pauschalen.
Rein ästhetisch motivierte Behandlungen sind in der Regel keine Leistung der Krankenversicherung (§ 1 Abs. 2 GOÄ). Liegt eine medizinische Indikation vor, etwa eine nachweisbare Einschränkung des Gesichtsfelds durch Schlupflider oder funktionell störende Narben, kann eine Erstattung durch private Krankenversicherung oder Beihilfe im Einzelfall möglich sein. Ob und in welchem Umfang erstattet wird, entscheidet der Versicherer nach Ihrem Tarif.
Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie eine nachvollziehbare Übersicht der geplanten Leistungen. Holen Sie bei Bedarf vorab eine schriftliche Kostenzusage Ihrer Versicherung ein.
Warum nennen Sie keine Preise auf der Website?
Weil seriöse Beträge erst nach der Untersuchung feststehen. Der Aufwand hängt vom Befund ab: Größe und Lage des behandelten Areals, gewähltes Verfahren oder eine Kombination, Anzahl der Sitzungen, Betäubung oder Narkose, Material und Umfang der Nachsorge.
Pauschalpreise würden diese Unterschiede verdecken und falsche Erwartungen wecken. Außerdem rechnen wir als Privatpraxis nach der GOÄ ab, die keine Festpreise für ästhetische Leistungen vorsieht; abweichende Gebührenhöhen müssen vor der Leistung schriftlich vereinbart werden.
Nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Bei mehrsitzigen Konzepten werden die Kosten Schritt für Schritt besprochen, sodass Sie in Ruhe und ohne Zeitdruck entscheiden können.
Wie kann ich einen Termin vereinbaren?
Termine können Sie online über die Terminbuchung auf unserer Website (Doctolib) oder telefonisch unter 0251 917999-0 vereinbaren. Beratung und Behandlung finden ausschließlich nach Terminvereinbarung statt.
Für das Erstgespräch sollten Sie etwas Zeit einplanen, da Anamnese, Untersuchung und Aufklärung vor jeder Behandlung stehen. Bringen Sie nach Möglichkeit mit: Vorbefunde und Arztbriefe, eine aktuelle Liste Ihrer Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, gegebenenfalls Ihren Allergiepass sowie Informationen zu früheren Behandlungen – etwa Laser, Peelings oder Filler.
Bei Fragen zu Ablauf oder Abrechnung erreichen Sie uns auch per E-Mail unter praxis@ruetter-schlarb.de.
Kann ich mehrere Behandlungen kombinieren?
Häufig ja – viele Hautbefunde haben mehrere Anteile, die auf unterschiedliche Verfahren ansprechen. Rötungen und Äderchen lassen sich zum Beispiel gefäßgerichtet behandeln, Textur und Narben mit fraktionierten Lasern oder Radiofrequenz-Microneedling, und nach einer Operation kann eine Behandlung der Hautqualität sinnvoll sein.
Kombinationen vervielfachen den Nutzen jedoch nicht automatisch. Jede Anwendung beansprucht die Hautbarriere und bringt ein eigenes Risikoprofil mit. Deshalb werden Reihenfolge und Abstände ärztlich geplant; thermische oder ablative Verfahren werden in der Regel nicht am selben Tag kombiniert.
Welche Kombination für Sie infrage kommt, ergibt sich aus Untersuchung, Hauttyp und Zielsetzung. Vor jedem weiteren Schritt werden Nutzen und Risiken erneut besprochen.
Laser & Licht
Was bedeutet „fraktionierter Laser“?
Ein fraktionierter Laser behandelt nicht die gesamte Hautfläche auf einmal, sondern ein Raster mikroskopisch kleiner Behandlungszonen. Zwischen diesen Zonen bleibt intakte Haut stehen. Diese Hautinseln unterstützen die Regeneration, sodass die Heilung meist günstiger verläuft als nach einem großflächigen Abtrag.
Man unterscheidet zwei Gruppen: Ablative fraktionierte Laser wie der CO₂-Laser tragen oberflächliche Hautschichten in den Mikrozonen ab und regen einen kräftigen Umbau an – mit sichtbarer Wundreaktion und Erholungsphase. Nicht-ablative fraktionierte Laser erwärmen das Gewebe in der Tiefe, lassen die Oberfläche aber weitgehend intakt; die Ausfallzeit ist meist kürzer, dafür sind oft mehr Sitzungen nötig.
Eingesetzt werden fraktionierte Verfahren unter anderem bei Narben, Texturveränderungen und lichtgeschädigter Haut. Welche Variante passt, hängt von Befund, Hauttyp und verfügbarer Erholungszeit ab.
Ist eine Laserbehandlung schmerzhaft?
Das Empfinden hängt vom Verfahren, vom Areal und von der persönlichen Empfindlichkeit ab. Häufig beschrieben werden ein Wärmegefühl, kurzes Stechen oder ein Brennen während der Lichtimpulse, danach ein Spannungsgefühl ähnlich einem leichten Sonnenbrand.
Um die Behandlung erträglicher zu machen, wird die Haut während der Sitzung gekühlt. Je nach Verfahren kann vorab eine betäubende Creme oder eine örtliche Betäubung eingesetzt werden, etwa bei fraktionierten CO₂-Behandlungen oder Radiofrequenz-Microneedling. Auch die Geräteparameter werden an Hauttyp und Empfindlichkeit angepasst.
Pauschale Aussagen zur Schmerzfreiheit sind medizinisch nicht seriös. Im Beratungsgespräch wird erläutert, womit Sie bei der geplanten Behandlung rechnen sollten und welche Maßnahmen zur Linderung möglich sind.
Wie lange dauert die Erholung nach einem CO₂-Laser im Gesicht?
Die Erholungszeit nach einem CO₂-Laser im Gesicht ist individuell und hängt von Behandlungstiefe, Fläche, Hauttyp und Nachsorge ab. Weil der CO₂-Laser ablativ arbeitet, entsteht eine kontrollierte Wundfläche: Rötung, Schwellung, ein Spannungs- oder Brenngefühl und später feine Krusten sind zu erwarten.
Für die Zeit danach empfiehlt die S2k-Leitlinie „Lasertherapie der Haut“ eine abgestimmte Wundpflege, etwa mit dexpanthenolhaltigen Salben, und konsequenten Sonnenschutz mit UVA-Abdeckung. Direkte Sonne, Solarium, Sauna und reizende Wirkstoffe sollten in der Heilungsphase gemieden werden. Antiseptika und Antibiotika werden nur bei Bedarf eingesetzt.
Wie viel Ausfallzeit Sie realistisch einplanen sollten, wird im Aufklärungsgespräch besprochen. Bei zunehmender Rötung oder Schwellung, Schmerzen, Fieber oder ungewöhnlichen Hautveränderungen melden Sie sich bitte umgehend in der Praxis.
Warum ist Sonnenschutz rund um eine Laserbehandlung so wichtig?
Laserlicht wird vom Pigment Melanin aufgenommen. Ist die Haut gebräunt, absorbiert sie mehr Energie – das erhöht das Risiko für Verbrennungen, Blasen und Pigmentverschiebungen, also hellere oder dunklere Stellen. Bei frischer Bräune oder Sonnenbrand wird eine Behandlung deshalb in der Regel verschoben.
Nach der Behandlung ist die Haut vorübergehend besonders lichtempfindlich. UV-Strahlung kann dann eine behandlungsbedingte Dunkelfärbung auslösen oder bei Pigmentstörungen wie Melasma einen Rückfall begünstigen. Empfohlen wird deshalb ein Breitband-Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, ergänzt durch Hut und Schatten.
In den Wochen vor einer Laserbehandlung sollten Sie intensive Sonne, Solarium und Selbstbräuner meiden. Wie lange der besondere Schutz danach nötig ist, legt die Praxis je nach Verfahren fest.
Können alle Aknenarben mit dem Laser behandelt werden?
Nein. Ob und welches Verfahren infrage kommt, hängt von Narbentyp, Tiefe, Hauttyp und Aktivität der Akne ab. Eingesunkene (atrophe) Narben sprechen häufig auf fraktionierte ablative oder nicht-ablative Laser an, ebenso auf Radiofrequenz-Microneedling. Erhabene oder keloidartige Narben erfordern meist ein anderes Vorgehen.
Besteht noch aktive Akne, wird zuerst die Akne behandelt und danach die Narben. Bei dunkleren Hauttypen wird wegen des Risikos von Pigmentverschiebungen besonders zurückhaltend parametrisiert. Häufig sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen nötig, teils in Kombination verschiedener Verfahren.
Realistisch ist eine schrittweise Verbesserung von Textur und Ebenheit, keine vollständig unsichtbare Haut. Auch der Cochrane-Review zu Aknenarben beschreibt die Studienlage zur Wirksamkeit als begrenzt.
Was hilft bei Couperose und sichtbaren Äderchen im Gesicht?
Sichtbare Äderchen (Teleangiektasien) und anhaltende Rötungen lassen sich mit gefäßgerichteten Verfahren behandeln, etwa einem Gefäßlaser oder IPL. Das Licht wird vom roten Blutfarbstoff in den erweiterten Gefäßen aufgenommen und verödet sie gezielt, während die umgebende Haut gekühlt und möglichst geschont wird.
Vor der Behandlung wird ärztlich geklärt, ob eine Rosazea, eine andere Hauterkrankung oder eine sonstige Ursache der Rötung vorliegt – denn davon hängt ab, ob ein Laser sinnvoll ist oder zuerst medikamentös behandelt wird. Meist sind mehrere Sitzungen in Abständen von einigen Wochen nötig.
Nach der Sitzung sind Rötung, Wärmegefühl und leichte Schwellung häufig und klingen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ab. Seltener treten Krusten, Bläschen oder vorübergehende Pigmentveränderungen auf.
Bleibt das Ergebnis bei Couperose oder Rosazea dauerhaft?
Nicht zwingend. Couperose ist meist Ausdruck einer Rosazea, und Rosazea verläuft chronisch und schubweise. Eine Laserbehandlung reduziert sichtbare Gefäße und Rötungen, beseitigt aber nicht die Ursache. Behandelte Gefäße können sich mit der Zeit erneut zeigen.
Wie lange ein Ergebnis anhält, hängt unter anderem von Hauttyp, persönlichen Auslösern und Pflege ab. Hilfreich sind eine milde, barriereunterstützende Hautpflege, konsequenter Lichtschutz und das Meiden individueller Trigger wie Hitze, Alkohol oder scharfe Speisen; ein Symptomtagebuch kann helfen, diese zu erkennen.
Bei gefäßbetontem Befund sind Erhaltungssitzungen in größeren Abständen oft sinnvoll. Die Frequenz richtet sich nach dem Verlauf und wird bei Kontrollterminen festgelegt.
Ersetzt eine Laserbehandlung die medikamentöse Rosazea-Therapie?
Nein. Gefäßlaser und IPL wirken vor allem auf Rötungen und erweiterte Äderchen. Entzündliche Anteile der Rosazea – Papeln und Pusteln – sprechen in erster Linie auf eine ärztlich verordnete äußerliche oder innerliche Therapie an.
Die S2k-Leitlinie Rosazea beurteilt die Erkrankung heute nach Phänotypen, also nach den sichtbaren Merkmalen, und nennt photomedizinische Verfahren als Baustein neben medikamentösen und chirurgischen Optionen. Häufig wird zuerst die Entzündung kontrolliert; danach lassen sich verbleibende Gefäße gezielt behandeln. Reihenfolge und Abstände legt die Ärztin oder der Arzt fest.
Etwa die Hälfte der Betroffenen hat zusätzlich eine Augenbeteiligung mit Brennen, Trockenheit oder geröteten Lidrändern. Sie sollte erkannt und augenärztlich mitbehandelt werden. Verordnete Medikamente bitte nie eigenmächtig absetzen.
Ist Rosazea ansteckend?
Nein. Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut und wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen – weder durch Hautkontakt noch durch gemeinsam genutzte Gegenstände.
Typisch sind anhaltende Rötungen, anfallsartiges Erröten (Flushing), sichtbare Äderchen sowie bei manchen Betroffenen Papeln und Pusteln, vor allem an Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Häufig betroffen sind Erwachsene mittleren Alters mit hellem Hauttyp. Auslöser wie Sonne, Hitze, Stress oder Alkohol können Schübe begünstigen.
Weil ähnliche Rötungen auch bei anderen Hauterkrankungen auftreten, ist eine ärztliche Diagnose wichtig. Sie entscheidet darüber, ob eine medikamentöse Behandlung, ein gefäßgerichtetes Verfahren oder eine Kombination sinnvoll ist.
Lassen sich Pigmentflecken lasern?
Viele gutartige Pigmentflecken, etwa sonnenbedingte Altersflecken (Lentigines), lassen sich mit Laser- oder Lichtverfahren aufhellen. Das Prinzip: Licht einer bestimmten Wellenlänge wird vom Pigment Melanin aufgenommen und zerlegt es in kleine Bruchstücke, die der Körper abtransportiert. Infrage kommen je nach Befund IPL, Pikosekundenlaser, Güteschalterlaser oder bei lichtgeschädigter Haut auch fraktionierte Verfahren.
Entscheidend ist, dass vorher ärztlich – idealerweise mit Dermatoskopie – geklärt wird, dass der Fleck harmlos ist. Auffällige oder sich verändernde Pigmentmale werden nicht gelasert, sondern weiter abgeklärt. Eine Laserbehandlung ersetzt keine Hautkrebsvorsorge.
Meist sind mehrere Sitzungen nötig. Danach können Rötung, Schwellung oder Krusten auftreten; auch Pigmentverschiebungen sind möglich. Konsequenter Sonnenschutz ist der wichtigste Baustein der Nachsorge.
Kann Melasma mit dem Laser dauerhaft entfernt werden?
Nein, eine dauerhafte Entfernung lässt sich nicht zusichern. Melasma ist eine chronische, zu Rückfällen neigende Pigmentstörung, die durch UV-Strahlung, sichtbares Licht, hormonelle Einflüsse und Veranlagung ausgelöst wird. Ein Laser behandelt die Pigmentierung, nicht ihre Ursache.
Laser gilt bei Melasma nicht als Erstlinientherapie. Grundlage sind konsequenter Lichtschutz – möglichst auch gegen sichtbares Licht, etwa mit getönten, eisenoxidhaltigen Präparaten – und eine ärztlich geführte äußerliche Behandlung. Ein Laser kann ergänzend eingesetzt werden, meist mit niedriger Energie, Testareal und mehreren Sitzungen.
Realistisch ist eine schrittweise Aufhellung über mehrere Monate, beurteilt anhand standardisierter Fotodokumentation. Rückfälle sind häufig, besonders bei erneuter Sonneneinwirkung. Lichtschutz bleibt deshalb dauerhaft wichtig.
Kann ein Laser Melasma verschlimmern?
Ja, das ist möglich. Reagiert die Haut auf die Behandlung mit einer Entzündung, kann sie vermehrt Pigment bilden – die sogenannte postinflammatorische Hyperpigmentierung. Sie ist die häufigste Komplikation der Lasertherapie bei Melasma.
Das Risiko steigt bei zu hoher Energie, zu kurzen Abständen zwischen den Sitzungen, gebräunter Haut, dunkleren Hauttypen und fehlendem Sonnenschutz. Deshalb wird bei Melasma besonders vorsichtig vorgegangen: mit Testareal, zurückhaltenden Parametern, ausreichend Pausen und oft erst nach vorheriger Stabilisierung der Haut mit Lichtschutz und Wirkstoffen.
Wird die Pigmentierung im Verlauf dunkler, sollte die Behandlung ärztlich überprüft und gegebenenfalls angepasst oder beendet werden. Heimgeräte oder eigenmächtige Weiterbehandlungen sind bei Melasma nicht zu empfehlen.
Was ist ein Feuermal und kann man es behandeln?
Ein Feuermal (Naevus flammeus) ist eine angeborene, gutartige Fehlbildung kleiner Hautblutgefäße, die dauerhaft erweitert bleiben. Es zeigt sich von Geburt an als hellrote bis rotviolette Fläche, häufig einseitig im Gesicht oder am Hals. Anders als ein Blutschwamm bildet es sich nicht von selbst zurück und kann im Laufe des Lebens nachdunkeln und knotig werden.
Als Standard gilt die Behandlung mit einem gepulsten Farbstofflaser, bei tieferen Anteilen ergänzt durch andere Gefäßlaser. Meist sind mehrere Sitzungen nötig. Nach der Behandlung sind blauviolette Verfärbungen und Schwellungen typisch, die innerhalb von ein bis zwei Wochen abklingen. Eine deutliche, aber selten vollständige Aufhellung ist realistisch.
Liegt ein Feuermal im Bereich von Stirn oder Augenlid, ist eine fachärztliche Abklärung wichtig, da es selten mit Veränderungen an Auge oder Nervensystem einhergeht.
Ist Laser-Haarentfernung dauerhaft?
Fachlich spricht man von einer langfristigen Haarreduktion, nicht von einer garantierten dauerhaften Entfernung. Das Laserlicht wird vom Pigment im Haar aufgenommen und erwärmt den Haarfollikel. Wirksam ist das nur bei Haaren in der Wachstumsphase – deshalb erreicht jede Sitzung nur einen Teil der Haare.
In der Regel sind mehrere Sitzungen in Abständen von mehreren Wochen nötig; der Rhythmus richtet sich nach Körperregion und Haarwachstum. Wie gut die Behandlung anspricht, hängt vor allem von Haarfarbe, Hauttyp und hormonellen Faktoren ab. Einzelne Haare können nachwachsen, sodass gelegentlich Auffrischungen sinnvoll sind.
Vor der ersten Sitzung wird meist eine kleine Testfläche behandelt. In den Wochen davor sollten Sie auf Wachs, Epilierer und Pinzette verzichten; Rasieren ist in der Regel möglich.
Für wen eignet sich die Laser-Haarentfernung?
Am besten sprechen dunkle, kräftige Haare auf heller bis mittlerer Haut an, weil der Kontrast zwischen Haar und Haut die gezielte Wirkung auf den Follikel unterstützt. Bei hellblonden, roten, grauen oder weißen Haaren fehlt meist das Pigment – die Wirkung ist dann deutlich eingeschränkt oder nicht zu erwarten.
Bei dunkleren Hauttypen ist erhöhte Vorsicht geboten, weil das Risiko für Pigmentveränderungen und Verbrennungen steigt. Gerätewahl, Wellenlänge und Energie werden dann besonders sorgfältig angepasst. Nicht behandelt wird bei frischer Bräune oder nach Selbstbräuner; auch Schwangerschaft, lichtempfindlich machende Medikamente und bestimmte Hauterkrankungen werden vorab geprüft.
Bei plötzlich verstärktem Haarwuchs, etwa im Gesicht von Frauen, sollte zunächst eine hormonelle Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Haut & Ästhetik
Was ist Ultherapy und was kann sie leisten?
Ultherapy ist ein nicht-invasives Verfahren mit mikrofokussiertem Ultraschall. Die Energie wird gebündelt in festgelegten Tiefen von etwa 1,5, 3,0 und 4,5 Millimetern abgegeben und erzeugt dort kleine Wärmepunkte, während die Hautoberfläche weitgehend unberührt bleibt. Daraus folgen eine Straffung vorhandener Kollagenfasern und eine Neubildung von Kollagen über Wochen bis Monate.
Studien beschreiben eine milde bis moderate Straffung, etwa an Brauen, Untergesicht und Hals. Ein Ergebnis wie nach einem operativen Facelift ist nicht zu erwarten; bei deutlicher Überschusshaut sollten auch operative Optionen geprüft werden. Bei ausgeprägtem Übergewicht fällt der sichtbare Effekt häufig geringer aus.
Die Sitzung dauert je nach Fläche etwa 30 bis 90 Minuten; eine Ausfallzeit ist meist nicht nötig. Möglich sind Rötung, Schwellung und Druckempfindlichkeit, selten Verbrennungen, Nervenreizungen oder Fettgewebsverlust.
Wie lange hält das Ergebnis einer Ultherapy-Behandlung?
Der Effekt beruht auf einem Umbau und einer Neubildung von Kollagen. Erste Veränderungen zeigen sich deshalb nicht sofort, sondern verzögert über mehrere Wochen bis Monate. Wie deutlich und wie lange sie sichtbar bleiben, ist individuell verschieden.
Einfluss haben unter anderem Hautqualität, Alter, Gewebebeschaffenheit, Fettverteilung und der Ausgangsbefund. Auch der natürliche Alterungsprozess schreitet nach der Behandlung weiter fort. Belastbare Langzeitdaten über zwölf Monate hinaus sind in der Studienlage begrenzt; viele Untersuchungen sind klein oder ohne Kontrollgruppe.
Eine bestimmte Haltedauer lässt sich daher nicht zusichern. Häufig genügt eine Sitzung; ob und wann eine weitere sinnvoll ist, wird bei einer Nachkontrolle anhand des Verlaufs ärztlich beurteilt.
Wer darf Ultraschall-Lifting (HIFU) durchführen?
Seit dem 31. Dezember 2020 dürfen kosmetische Anwendungen mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall (HIFU) nach der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) nur von entsprechend qualifizierten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. Kosmetikstudios dürfen diese Verfahren seitdem nicht mehr anbieten.
Hintergrund sind die möglichen Risiken: Bei falscher Tiefenwahl oder zu hoher Energie können Verbrennungen, Nervenreizungen, Fettgewebsverlust oder – bei Behandlung nahe am Auge – Augenverletzungen auftreten. Für die sichere Anwendung sind anatomische Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Komplikationen nötig.
Unabhängig von der gesetzlichen Vorgabe sind Indikationsstellung, Aufklärung und Durchführung ärztliche Aufgaben. Achten Sie bei der Wahl des Anbieters darauf, wer die Behandlung tatsächlich durchführt.
Was ist Potenza Radiofrequenz-Microneedling?
Beim Radiofrequenz-Microneedling dringen feine Mikronadeln in definierte Hauttiefen ein und geben an der Nadelspitze kurzzeitig Radiofrequenzenergie ab. Die Kombination aus mechanischen Mikroverletzungen und Wärme regt körpereigene Reparaturprozesse an, in deren Folge über Wochen bis Monate neues Kollagen und Elastin gebildet werden. Potenza ist der Name des Geräts, das wir dafür einsetzen.
Typische Ziele sind Hauttextur, feine Linien, vergrößerte Poren und ausgewählte Narbenbilder wie Aknenarben. Die Nadeltiefe wird nach Befund gewählt. Auf mimische Falten wirkt das Verfahren nicht.
Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen nötig. Bei aktiven Infektionen, entzündlicher Akne im Areal, implantierten elektronischen Geräten im Behandlungsfeld oder frischen Eingriffen wird nicht behandelt; bei Neigung zu Pigmentstörungen ist eine zurückhaltende Einstellung nötig.
Welche Ausfallzeit hat Radiofrequenz-Microneedling?
Häufig besteht nach der Behandlung eine Rötung für einige Stunden bis ein bis zwei Tage, gelegentlich mit leichter Schwellung, Wärmegefühl, punktförmigen Krusten oder Trockenheit. Ein bis zwei ruhige Tage nach dem Termin sind sinnvoll. Make-up und Sport sind erst nach ärztlicher Freigabe wieder möglich.
In den Tagen danach unterstützen Kühlung, eine milde und beruhigende Pflege und konsequenter Sonnenschutz die Heilung. Auf Peelings, reizende Wirkstoffe wie Retinoide und Sauna sollten Sie vorübergehend verzichten.
Seltener, aber aufklärungsrelevant sind Pigmentverschiebungen, eine Reaktivierung von Lippenherpes, Infektionen, anhaltende Rötungen und in seltenen Fällen Narben. Die US-Behörde FDA hat zudem auf mögliche Verbrennungen und Nervenschäden bei bestimmten Anwendungen hingewiesen. Bei ungewöhnlichen Reaktionen melden Sie sich bitte zeitnah in der Praxis.
Was ist ein HydraFacial?
HydraFacial ist ein gerätegestütztes Verfahren der Hydradermabrasion. In einem Behandlungsgang werden Reinigung, ein sanftes mechanisches Peeling, die Absaugung von Talg und Mitessern per Vakuum und die anschließende Versorgung mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen kombiniert. Die Wirkung bleibt auf die oberen Hautschichten beschränkt.
Eine Sitzung dauert etwa 30 bis 60 Minuten und wird meist als angenehm empfunden; eine leichte Rötung oder ein Spannungsgefühl ist möglich. Realistisch sind ein gepflegtes, frisches Hautgefühl, eine bessere Feuchtigkeitsversorgung und optisch verfeinerte Poren – nachhaltige Effekte erfordern in der Regel mehrere Anwendungen.
Narben, Falten, Pigmentstörungen oder Festigkeitsverlust lassen sich damit nicht beseitigen; hier kommen andere Verfahren infrage. HydraFacial eignet sich aber gut als Vorbereitung oder Ergänzung im Rahmen eines ärztlich geplanten Behandlungskonzepts.
Ist HydraFacial bei empfindlicher Haut geeignet?
Das hängt vom Hautbefund ab. Viele Menschen mit normaler bis leicht empfindlicher Haut vertragen die Behandlung gut, weil sie oberflächlich und ohne Nadeln oder Laser arbeitet. Die Intensität der einzelnen Schritte lässt sich anpassen.
Eingeschränkt geeignet ist die Anwendung bei stark entzündlicher Akne, aktiven Rosazea-Schüben, offenen Hautstellen, akuten Infektionen oder Herpes im Behandlungsareal sowie kurz nach Peelings oder Laserbehandlungen. Auch Allergien gegen Pflegebestandteile und bestimmte Medikamente müssen vorab bekannt sein. Deshalb wird die Haut vor der ersten Anwendung ärztlich beurteilt.
Kombinationen mit Laser, Radiofrequenz-Microneedling oder medizinischer Kosmetik sind möglich, werden aber zeitlich abgestimmt, damit die Haut nicht überlastet wird. Bei Unsicherheit ist ein Verzicht die sichere Wahl.
Was kann bei Narben gemacht werden?
Narben lassen sich in der Regel nicht vollständig entfernen, aber häufig verbessern – fachlich spricht man von Narbenkorrektur. Narbengewebe ist faserreiches Ersatzgewebe; Ziel ist, Niveauunterschiede, Rötung, Farbabweichungen, Textur sowie Spannungsgefühl, Juckreiz oder Bewegungseinschränkungen zu verringern.
Welches Verfahren passt, hängt vom Narbentyp ab: Bei eingesunkenen Narben und Aknenarben kommen fraktionierte Laser und Radiofrequenz-Microneedling infrage, bei geröteten Narben Gefäßlaser oder IPL, bei breiten Narben, Narbensträngen oder Kontrakturen eine operative Korrektur, etwa mit Z-Plastik. Bei Keloiden ist wegen des Wiederholungsrisikos besondere Zurückhaltung geboten.
Oft werden mehrere Verfahren kombiniert und mehrere Sitzungen geplant. Welche Verbesserung realistisch ist, wird nach der Untersuchung offen besprochen; eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.
Wann sollte eine Narbe behandelt werden?
Narben reifen in drei Phasen: Entzündung, Aufbau von neuem Gewebe und schließlich Umbau. In der Umbauphase, die in der Regel ein bis zwei Jahre dauert, werden Narben meist blasser und flacher. Deshalb ist nicht jede frische Narbe sofort behandlungsbedürftig.
Bei frischen Narben stehen Narbenpflege, Zugentlastung und konsequenter Lichtschutz im Vordergrund. Hält eine Rötung an, kann eine gefäßgerichtete Laserbehandlung früh sinnvoll sein. Ist die Narbe ausgereift, stehen mehr Optionen zur Verfügung, etwa fraktionierte Laser, Microneedling oder eine operative Korrektur.
Zeitnah ärztlich beurteilt werden sollten Narbenstränge und Kontrakturen, Narben über Gelenken, Verbrennungsnarben, Narben bei Kindern sowie Narben, die wachsen, jucken oder schmerzen. Hier kann Abwarten die Situation verschlechtern.
Lidchirurgie & Operationen
Was ist eine Lidstraffung?
Die Lidstraffung (Blepharoplastik) ist ein operativer Eingriff am Ober- und/oder Unterlid. Bei der Oberlidstraffung wird überschüssige, erschlaffte Haut entfernt, bei Bedarf auch vorgewölbtes Fettgewebe. Typischer Anlass sind Schlupflider, die den Blick müde wirken lassen oder das obere Gesichtsfeld einschränken können.
Die Unterlidstraffung richtet sich vor allem gegen sogenannte Tränensäcke: Vorgewölbtes Fettgewebe wird entfernt oder in die Tränenrinne umgelagert, und Haut beziehungsweise Muskulatur werden gestrafft. Betrifft der Befund beide Lider, kann ein kombinierter Eingriff sinnvoll sein.
Abgegrenzt werden müssen Veränderungen, die nicht auf eine Operation ansprechen, etwa reine Wassereinlagerungen, allergische Schwellungen oder ein Absinken des Oberlids durch eine Muskelschwäche (Ptosis). Welche Korrektur passt, ergibt sich aus der ärztlichen Untersuchung.
Ist eine Lidstraffung schmerzhaft?
Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung, auf Wunsch mit einer Sedierung; je nach Umfang kommt auch eine Vollnarkose infrage. Während der Operation werden überwiegend Druck- und Spannungsgefühle wahrgenommen, nicht Schmerzen. Das Setzen der örtlichen Betäubung selbst ist kurz spürbar.
Nach dem Eingriff sind Schwellungen, Blutergüsse und ein Spannungsgefühl im Lidbereich zu erwarten. In den ersten Tagen helfen konsequentes Kühlen, ein erhöht gelagerter Kopf und körperliche Schonung. Stärkere Schmerzen sind eher ungewöhnlich; bei Bedarf werden geeignete Schmerzmittel besprochen.
Nehmen die Schmerzen zu, schwillt ein Auge einseitig stark an oder verändert sich das Sehen, ist eine sofortige ärztliche Abklärung nötig. Bitte nehmen Sie keine blutverdünnenden Schmerzmittel ohne Rücksprache ein.
Wie lange dauert die Heilung nach einer Lidstraffung?
Die Heilung verläuft in Etappen. In den ersten 48 Stunden stehen Kühlung, Hochlagerung des Oberkörpers und Ruhe im Vordergrund; Sauna, Schwimmbad und Kosmetika im Nahtbereich sind tabu. Schwellungen und Blutergüsse sind in dieser Phase am deutlichsten.
In den ersten ein bis zwei Wochen werden die Fäden je nach Befund entfernt. Bildschirmarbeit ist oft früher wieder möglich als körperlich belastende Tätigkeiten; anstrengender Sport sollte noch warten. In den Wochen drei bis sechs wird die Belastung langsam gesteigert, Lichtschutz und Narbenpflege nach ärztlicher Anweisung beibehalten.
Das endgültige Ergebnis und die Narbenreifung lassen sich nach drei bis sechs Monaten beurteilen. Wann Sie wieder arbeiten können, hängt von Beruf, Umfang des Eingriffs und Heilungsverlauf ab und wird individuell besprochen.
Bleiben nach einer Lidstraffung Narben sichtbar?
Die Schnitte werden so gelegt, dass sie möglichst unauffällig verlaufen: am Oberlid in der natürlichen Lidfalte, am Unterlid knapp unter dem Wimpernkranz. Bei manchen Unterlidkorrekturen ist auch ein Zugang über die Bindehaut an der Innenseite des Lids möglich, sodass außen keine Narbe entsteht.
Wie jede Narbe reift auch die Lidnarbe über mehrere Monate. Anfangs kann sie gerötet und leicht verdickt sein, später wird sie in der Regel blasser und flacher. Narbenpflege nach ärztlicher Anleitung, der Verzicht auf Manipulation und konsequenter Sonnenschutz unterstützen den Verlauf.
Wie unauffällig eine Narbe letztlich wird, hängt auch von der individuellen Narbenneigung, der Hautqualität und dem Rauchverhalten ab. Wulstige Narben oder ein Narbenzug mit Veränderung der Lidstellung sind möglich und werden in der Aufklärung besprochen.
Übernimmt die Krankenkasse eine Lidstraffung?
Bei rein ästhetischer Indikation ist die Lidstraffung in der Regel eine Selbstzahlerleistung. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Anders kann es sein, wenn Schlupflider das obere Gesichtsfeld nachweisbar einschränken. Dann kann eine Kostenübernahme durch private Krankenversicherung oder Beihilfe im Einzelfall geprüft werden. Dafür ist eine fachärztliche, häufig auch augenärztliche Beurteilung nötig, oft mit einer Gesichtsfeldmessung. Ob und in welchem Umfang erstattet wird, entscheidet allein der Versicherer.
Klären Sie die Kostenübernahme deshalb vor dem Eingriff und lassen Sie sich die Zusage möglichst schriftlich geben. Vor der Operation erhalten Sie von uns einen schriftlichen Behandlungs- und Kostenvoranschlag, einschließlich Betäubung, Material und Nachsorge.
Welche Risiken hat eine Lidstraffung?
Häufig und meist vorübergehend sind Schwellungen, Blutergüsse, ein Spannungsgefühl, trockene oder tränende Augen, vorübergehend unscharfes Sehen durch Augensalben, veränderte Empfindungen im Lidbereich und leichte Asymmetrien.
Seltener sind Nachblutungen, Wundinfektionen, verzögerte Heilung, wulstige oder auffällige Narben, ein unvollständiger Lidschluss sowie Fehlstellungen des Unterlids nach außen (Ektropium) oder innen (Entropium). Wird am Oberlid zu viel Haut entfernt, kann das Auge austrocknen und die Hornhaut geschädigt werden. Sehstörungen sind sehr selten, gehören aber zur Aufklärung. In Einzelfällen ist ein Zweiteingriff nötig.
Sehverschlechterung, Doppelbilder, zunehmende Schmerzen, eine einseitig starke Schwellung, Fieber oder Wundsekret erfordern eine sofortige ärztliche Abklärung. Rauchverzicht und eine sorgfältige Vorbereitung verringern das Risiko.
Kann man Tränensäcke ohne Operation behandeln?
Das hängt von der Ursache ab. „Tränensäcke“ entstehen häufig durch Fettgewebe der Augenhöhle, das durch ein nachgebendes Bindegewebe nach vorn tritt, manchmal auch durch Flüssigkeitseinlagerungen. Davon abzugrenzen sind die Tränenrinne – eine Einsenkung zwischen Unterlid und Wange – und Augenringe durch Pigment oder durchscheinende Gefäße.
Ein echter Fettgewebsvorfall lässt sich durch Pflege oder nicht-operative Verfahren nicht zurückbilden; ein dauerhaftes Ergebnis erzielt in der Regel nur eine Unterlidstraffung. Nicht-operative Verfahren können aber andere Anteile verbessern: Hyaluronsäure-Filler eine Tränenrinne, Radiofrequenz oder Microneedling beginnende Hauterschlaffung, Laser die Hautoberfläche.
Auch diese Verfahren haben Risiken, etwa Schwellungen, Knötchen oder selten Gefäßverschlüsse bei Fillern. Schwellungen am Lid können zudem auf Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen hinweisen und sollten abgeklärt werden.
Was muss vor einer Lidoperation abgeklärt werden?
Vor jeder Lidoperation werden Haut, Fettgewebe, Muskeltonus, Lidschluss, Tränenfilm und Gesichtsfeld beurteilt. Besprochen werden außerdem trockene Augen, Schilddrüsenerkrankungen wie eine endokrine Orbitopathie, Gerinnungsstörungen, die Einnahme von Blutverdünnern, Autoimmunerkrankungen, Allergien, frühere Behandlungen im Augenbereich, Rauchen und eine geplante Schwangerschaft.
Teilweise ist eine augenärztliche Mitbeurteilung sinnvoll, insbesondere bei bestehenden Augenerkrankungen oder wenn eine Kostenübernahme wegen Gesichtsfeldeinschränkung geprüft werden soll. Bei einer Bindehautentzündung oder anderen Infektionen im Augenbereich wird der Eingriff verschoben.
Medikamente, besonders Blutverdünner, sollten Sie nicht eigenmächtig absetzen; Änderungen werden ärztlich, gegebenenfalls mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, abgestimmt. Planen Sie zudem eine Begleitperson für den Heimweg und ausreichend Zeit für die Erholung ein.
Haare, Diagnostik & Vorsorge
Welche Blutwerte sind bei Haarausfall bei Frauen sinnvoll?
Welche Werte sinnvoll sind, ergibt sich aus Anamnese und Untersuchung von Kopfhaut und Haar – nicht jede Patientin braucht dasselbe Paket. Häufig gehören zur Basisdiagnostik ein Blutbild, Ferritin mit einem Entzündungswert (CRP) und die Schilddrüsenwerte (TSH, bei Auffälligkeiten ergänzt um fT3 und fT4).
Je nach Fragestellung kommen Mikronährstoffe wie Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure und Zink hinzu, etwa bei vegetarischer oder veganer Ernährung oder chronischen Darmerkrankungen. Bei unregelmäßigem Zyklus, Akne, vermehrter Körperbehaarung oder Verdacht auf ein polyzystisches Ovarsyndrom werden Hormonwerte wie Testosteron, DHEA-S, SHBG, Prolaktin, FSH, LH und Östradiol bestimmt.
Zyklustag, Tageszeit, hormonelle Verhütung und Nahrungsergänzungsmittel können Werte verändern. Bringen Sie deshalb eine Liste aller Präparate und Vorbefunde mit. Von eigenmächtiger Einnahme von Eisen, Zink oder hochdosiertem Vitamin D raten wir ab.
Warum reicht ein einzelner Laborwert bei Haarausfall nicht aus?
Weil Laborwerte erst im Zusammenhang aussagekräftig werden. Ferritin, der Speicherwert für Eisen, steigt zum Beispiel bei Entzündungen an und kann einen Eisenmangel verdecken – deshalb wird er zusammen mit CRP und Blutbild beurteilt. Ein normaler Folsäurewert kann einen Vitamin-B12-Mangel verschleiern, und Prolaktin reagiert empfindlich auf Stress, Schlafmangel und Medikamente.
Hinzu kommt der Haarzyklus: Der Auslöser für vermehrten Haarausfall liegt oft Wochen bis Monate zurück. Referenzbereiche beruhen zudem auf Bevölkerungsdaten und bilden keine individuellen Optimalwerte ab. Normale Werte schließen einen behandlungsbedürftigen Befund daher nicht aus.
Manche Haarausfallformen, etwa die androgenetische Alopezie oder der kreisrunde Haarausfall, sind klinische Diagnosen. Laborwerte werden deshalb immer zusammen mit Vorgeschichte, Kopfhautbefund, Trichoskopie und Verlauf bewertet.
Hilft PRP gegen Haarausfall?
Die Studienlage zu plättchenreichem Plasma (PRP) bei Haarausfall ist uneinheitlich; die Wirksamkeit gilt als wissenschaftlich umstritten. Viele Studien haben kleine Fallzahlen, keine oder unzureichende Kontrollgruppen und unterschiedliche Herstellungsprotokolle, was die Ergebnisse schwer vergleichbar macht.
Die Annahme hinter PRP ist, dass Wachstumsfaktoren aus den Blutplättchen die Aktivität noch aktiver Haarfollikel unterstützen könnten. Diskutiert wird PRP deshalb vor allem bei früher bis mittlerer erblich bedingter Ausdünnung (androgenetische Alopezie) als ergänzende Option – nicht als gesicherte Therapie und nicht als Ersatz für leitliniengerechte Behandlungen. Bei vernarbendem Haarausfall ist kein Nutzen zu erwarten.
Vorher werden die Ursache des Haarausfalls, Blutwerte und der Zustand der Follikel ärztlich geklärt. Wird PRP versucht, gehören Fotodokumentation, Kontrolltermine und vorab vereinbarte Abbruchkriterien dazu.
Wie läuft eine PRP-Behandlung ab und welche Risiken gibt es?
Zunächst wird eine kleine Menge Blut aus einer Armvene entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet. Dabei trennt sich ein Plasmaanteil mit erhöhter Konzentration an Blutplättchen ab, der steril vorbereitet und in mehreren kleinen Injektionen in die betroffenen Kopfhautareale eingebracht wird. Es wird ausschließlich körpereigenes Material verwendet. Bei Bedarf werden Kühlung oder eine örtliche Betäubung eingesetzt.
Die Injektionen sind meist spürbar. Danach sind Rötungen, Druckschmerz, Schwellungen, ein Spannungsgefühl, kleine Blutergüsse oder Kopfschmerzen möglich, die in der Regel innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen abklingen. Selten treten Infektionen, Knötchen, allergische Reaktionen oder Kreislaufreaktionen bei der Blutentnahme auf.
Gerinnungsstörungen, Blutverdünner, aktive Kopfhautinfektionen, Blutbildungserkrankungen, Krebserkrankungen in der Vorgeschichte sowie Schwangerschaft und Stillzeit werden vorab abgeklärt. Anzahl und Abstand der Sitzungen richten sich nach Befund und Verlauf.
Wann sollte ich ein Hautkrebsscreening machen lassen?
Ein regelmäßiges Hautkrebsscreening ist für Erwachsene sinnvoll, besonders bei vielen oder auffälligen Muttermalen, hellem Hauttyp, häufigen Sonnenbränden – vor allem in der Kindheit –, langjähriger Sonnen- oder Solariumnutzung, Hautkrebs in der Familie oder einer Immunsuppression. Wie häufig eine Kontrolle sinnvoll ist, wird nach dem individuellen Risiko festgelegt.
Bei der Untersuchung wird die gesamte Haut einschließlich Kopfhaut, Schleimhäuten und Nägeln angesehen; auffällige Pigmentmale werden mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskopie) beurteilt und bei Bedarf dokumentiert, um Veränderungen im Verlauf zu erkennen.
Unabhängig vom Vorsorgetermin sollten Sie Hautstellen zeitnah ärztlich ansehen lassen, die neu auftreten, sich in Größe, Form oder Farbe verändern, asymmetrisch oder unscharf begrenzt sind, jucken, bluten oder nicht abheilen. Vor jeder Laserbehandlung von Pigmentflecken steht diese Abklärung ohnehin.
Fragen zu einer Behandlung? Rufen Sie uns an unter 0251 917999-0 oder schreiben Sie an praxis@ruetter-schlarb.de.

